DAX & Co. im Februar 2018: Die Gegenbewegung läuft!

Anfang Februar schrieb ich, dass nach einer ausgesprochen ruhigen Marktphase die Nervosität nun wieder um sich greift. Tatsächlich macht uns der DAX im Februar 2018 das Leben nicht leicht. Die Volatilität hat wie erwartet wieder zugenommen. Glücklicherweise haben sich die im letzten Artikel erarbeiteten charttechnischen Zonen als tatsächlich sehr wichtig herausgestellt. Wer die genannten Zonen für kurzfristiges Trading genutzt hat, sollte gut vorbereitet gewesen sein. So schrieb ich zum Beispiel:

Der kurzfristige Chart rückt die Zone rund um 12.600 Punkte in den Vordergrund. Hier verläuft die untere Trendlinie. Wird diese Zone mehr als nur marginal verletzt, so werden weitere Trader verkaufen bzw. auf fallende Kurse setzen. (Quelle)

Tatsächlich stieg der Verkaufsdruck genau in dem Moment massiv an, nachdem die 12.600 Punkte-Marke unterboten wurde (siehe auch zweiter Chart unten). Der Hinweis auf diese Zone war insofern richtig. Ebenso haben sich auch der EUR/USD sowie der Bund Future im Rahmen der Erwartungen entwickelt.

Rückblickend betrachtet war es selbstredend nicht richtig, an der bullishen Positionierung im DAX festzuhalten, wenngleich hier nochmals betont werden sollte, dass meine hier regelmäßig vorgestellte Positionierung langfristig ausgerichtet ist (für nebenberuflich tätige Trader; wenige Positionsänderungen im Jahr). So habe ich zum Beispiel am 09. Februar auf meinem Facebook-Kanal eine erfolgreiche intraday-Absicherung vorgeschlagen und für kurzfristig orientierte Trader im letzten Artikel die relevanten charttechnischen Zonen herausgearbeitet (wie oben schon erwähnt).

Wie geht es nun weiter? Im Artikel zeige ich Ihnen die letzten Bewegungen und die aktuell wichtigen charttechnischen Zonen. Ganz besonders ans Herz legen möchte ich Ihnen noch einen Chart, den Sie ganz unten finden und der zeigt, warum langfristige Trendfolger sich in diesen hektischen Zeiten entspannt und ruhig zurücklehnen können 😉 lassen Sie sich diesen nicht entgehen. Viel Spaß beim Lesen!

DAX im Februar 2018 angeschlagen – aber die Gegenbewegung läuft!

Im letzten Artikel hatte ich diesen Chart gezeigt:

DAX 4-Stunden-Chart (erstellt mit TraderFox)

Die Unterstützung bei rund 12.600 Punkten wurde mittlerweile gebrochen. Wie erwartet (siehe Zitat oben) folgten daraufhin weitere Verkäufe (siehe nächster Chart). Es brach eine kleine Panik aus, der DAX fing sich erst wieder zwischen 12.100 und 12.200 Punkten. Im Anschluss kam es zu zu einem Pull-Back an die Ausbruchsmarke (schon wieder die 12.600…), woraufhin die Kurse ihre Talfahrt fortsetzten. Damit handelt es sich letztendlich um ein ganz klassisches Ausbruchsmuster, dass sich lehrbuchmäßig verhalten hat.

DAX 4-Stunden-Chart (eigene Darstellung, erstellt mit TraderFox)

Sofern sich der Aufwärtstrend fortsetzen soll, müssten meiner Meinung nach zuerst die Zonen rund um 12.400 Punkte und schlussendlich auch 12.600 Punkte zurückerobert werden. Auf der Unterseite sollten Anleger meines Erachtens die 12.000 Punkte im Blick behalten (siehe nächster und übernächster Chart). Wie Sie auf dem nachfolgenden Chart sehen können, versucht sich der Markt gerade bei rund 12.000 Punkten zu stabilisieren.

DAX 30-Minuten-Chart (eigene Darstellung, erstellt mit TraderFox)

Und hier nochmal der Hinweis, weshalb die 12.000 Punkte-Unterstützung meiner Meinung nach so wichtig ist: Der nächste Chart spricht für sich selbst. Wenn die 12.000 Punkte per Tagesschlusskurs gebrochen werden, würde ich die Geduld verlieren und meine Positionierung auf neutral ändern. Natürlich besteht das Risiko, dass die Märkte gerade dann überverkauft sind und direkt wieder nach oben drehen. Das Risiko besteht immer. Aber: Noch ist nichts wirklich schlimmes passiert. Aber was ist schon „schlimm“? Irgendwo muss jeder Trader für sich selbst eine rote Linie ziehen und sich vor wirklich schlimmen Verlusten zu schützen. So gab es zum Beispiel schon oft Drawdown-Phasen beim DAX mit einem Verlust zwischen -40% oder auch -70%. Davor schütze ich mich, denn bedenken Sie: Um einen Verlust über 70% auszugleichen, müssen Sie 233% Gewinn machen – rechnen Sie gerne nach 😉

 

S&P 500 im Februar 2018 unter Druck

Anbei noch ein kurzer Blick auf die amerikanischen Indizes. Diese sind genau wie der DAX zuletzt unter Druck geraten. Aber auch beim S&P 500 läuft aktuell eine Gegenbewegung. Ich warte nun ab, wie weit diese reicht und wie dynamisch diese sich entwickelt.

S&P 500 30-Minuten-Chart (eigene Darstellung, erstellt mit TraderFox)

Als langfristiger Trendfolger möchte ich Ihnen unbedingt noch einen weiteren Chart zeigen, denn beim S&P 500 ist der bisher angerichtete Schaden tatsächlich noch geringer als beim DAX (zumindest aus der Perspektive eines Trendfolgers). Ich rate Ihnen, hin und wieder das alltägliche „Rauschen“ des Marktes einfach mal auszublenden. Mein Trendfolge-Algorithmus arbeitet beispielsweise unter anderem mit gleitenden Durchschnitten. Anstatt den täglich stark schwankenden Preis zu betrachten, schaue ich auf den durchschnittlichen Preis. Steigt dieser, liegt ein Indiz für einen Aufwärtstrend vor. Schauen Sie sich den Chart an und interpretieren Sie diesen wie Sie möchten. Fakt ist allerdings, dass der heftige Absturz von dem alle sprechen im Chart enthalten ist! Ich kann diesen allerdings nicht sehen. Das ist der Hauptgrund, weshalb ich Trendfolger bin – es entspannt mich 😉 während die Berichterstattung der Medien die Anleger manchmal verrückt machen, höre ich einfach auf mein System.

S&P 500 langfristiger Tageschart (eigene Darstellung, erstellt mit TraderFox)

Fazit

Aus den oben genannten Gründen bleibe ich beim DAX im Februar 2018 (noch?) bullish positioniert. Wird die genannte Marke (12.000) per Tagesschlusskurs unterschritten, ändere ich die Positionierung bei allen europäischen Indizes auf neutral. In Amerika ist mein Trendfolgekonzept ohnehin noch bullish positioniert. Hier bleibe ich daher noch bis auf Weiteres investiert. Wie immer handelt es sich nur um die Darstellung meiner persönlichen Meinung und meiner Vorgehensweise, die selbstverständlich sehr individuell auf mich zugeschnitten ist (Zeithorizont, Risikobereitschaft, etc). Ich wünsche Ihnen erfolgreiche Investments!

Viele Grüße
Christian F. Hardt

Und sonst so?

Sie möchten noch mehr lesen? Schauen Sie doch mal hier vorbei: Ein interessanter Artikel über die Entwicklung des Sentiments während des Kurseinbruchs (allerdings auf englisch): Big Change In Bull-Bear Spread.

Und falls Sie ihn noch nicht kennen: Mein Artikel über markttechnische Trendfolge ist im Rahmen des aktuellen Rücksetzer für den ein oder anderen Leser ggf. auch interessant: Handelssystem: Markttechnische Trendfolge in der Praxis umsetzen.

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